| Warum wir Handys gegen Rassismus produziert haben ... |
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Mit dem Projekt „Ich und mein Handy“ wollte das Gallus Zentrum bewusst positive Inhalte zur Verbreitung auf Mobiltelefonen produzieren. Viele Jugendliche reagieren sehr sensibel auf Rassismus; sei es der alltägliche Rassismus mit negativen Zuschreibungen oder der strukturelle Rassismus, der ihnen in Form von behördlichen Auflagen begegnet. Dem Gallus Zentrum war es ein besonderes Anliegen, den Jugendlichen eine Stimme zu geben und ihnen eine zeitgemäße Möglichkeit der Verbreitung ihrer Positionen und ihres künstlerischen Ausdrucks zu zeigen. Handys sind inzwischen das bei Kindern und Jugendlichen am stärksten verbreitete Medium. Verfügten 1998 noch 8 % der 12- bis 19-Jährigen über ein eigenes Handy, waren es 2008 bereits mehr als 95 %. Handys dienen Kindern und Jugendlichen nicht nur zur Kommunikation, sie symbolisieren auch Gruppenzugehörigkeiten und sozialen Status. Öffentliche Beachtung fanden in den letzten Jahren Gewalt-Inszenierungen auf Schulhöfen, die Jugendliche mit dem Handy fotografierten oder als Video aufnahmen. Die Bild-Zeitung titelte: „Die Schockfilme auf den Schülerhandys“ und forderte ein generelles Handyverbot an Schulen. Dieses wurde inzwischen an allen bayerischen und vielen weiteren Schulen, auch in Frankfurt, eingeführt. Bei der Debatte um Handyverbote geht es oft um pornographische und/oder brutale Videos und Bilder, die via Bluetooth verbreitet werden. Dieser Entwicklung wollte das Gallus Zentrum begegnen und entwickelte ein Projekt, in dem Jugendliche positive Inhalte zur Verbreitung auf Mobiltelefonen produzieren sollten. Im Projekt Handy-Videos gegen Rassismus haben die Medienpädagoginnen und –pädagogen des Gallus Zentrums die Jugendlichen bei Ideenfindung, Produktion und Nachbearbeitung eines Handyvideos begleitet und ihre Medienkompetenz sowie ihre sozialen Kompetenzen gefördert.
Quelle: mpfs / JIM-Studie 2008, Angaben in Prozent
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